Einspeisemanagement

Unter Einspeisemanagement versteht man die Steuerung der Einspeiseleistung von netzgebundenen Erzeugungsanlagen. Mit zunehmender installierter PV-Leistung im Stromnetz spielt die Integration dieser Anlagen in die Netzsteuerung des Netzbetreibers eine zunehmende Rolle. Größere Anlagen melden Ihre Leistungs-Daten kontinuierlich an die Leitstelle. Bei einer Überlastung der Verteil- oder Übertragungsnetze können über Fernsteuersysteme gezielt Generatoren in der Leistung reduziert oder abgeschaltet werden. 

In Deutschland müssen laut Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) PV Anlagen seit 2013 fernsteuerbar sei. Kleinanlagen bis 30kWp können alternativ die eingespeiste Leistung auf 70% der installierten Leistung an Netzverknüpfungspunkt reduzieren.

Anlagenbetreiber werden für die Abregelung Ihrer PV-Anlage von den Netzbetreibern entschädigt. Diese Entschädigungspflicht ist im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) in §12 geregelt.

 

Produktlösungen von Solar-Log™

Begrenzte Einspeiseleistung
Die Betreiber einer PV-Anlage bis 30 kWp haben in Deutschland bei der Leistungsbegrenzung die Wahl zwischen zwei Varianten:

  • Leistungsbegrenzung am Einspeisepunkt auf x % mit Verrechnung Eigenstromverbrauch
  • Begrenzte Einspeiseleistung auf 70 %

 

1. Leistungsbegrenzung am Einspeisepunkt auf x % mit Verrechnung Eigenstromverbrauch



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Aufbau einer Abregelung auf 70 % - wobei überschüssige Energie aktiv für den Eigenverbrauch genutzt wird.




Die Funktion „x %-Festabregelung mit Verrechnung des Eigenstromverbrauchs“ bietet eine innovative Lösung, um die Verluste, die durch die Festabregelung entstehen, zu minimieren.

Um die intelligente x % Regelung umzusetzen, wird lediglich ein Stromzähler benötigt. Dieser erfasst und übermittelt den Eigenstromverbrauch an den Solar-Log™. Der Solar-Log™ verrechnet den übermittelten Eigenstromverbrauch mit der aktuellen Stromproduktion der Wechselrichter. Bevor die eingespeiste Leistung (die Differenz zwischen aktueller Produktion und Verbrauch) die maximale Leistung am Einspeisepunkt überschreitet, werden die Wechselrichter entsprechend abgeregelt. Das bedeutet, unter Berücksichtigung eines entsprechenden Eigenverbrauchs kann die PV-Anlage stets die volle Leistung erzeugen.


Praxisbeispiel:

 

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Abregelung auf 70% - wobei überschüssige Energie aktiv für den Eigenverbrauch genutzt wird.



Herr Meier hat eine Anlage mit 4 kWp. Diese müsste mit der 70 % Regelung auf eine max. Leistung von 2,8 kWp begrenzt werden. Wird mittags ein Verbraucher, beispielsweise der Herd, mit einem 0,5 kW Stromverbrauch eingeschaltet, kann der Wechselrichter bis zu 3,3 kWp in Wechselstrom umwandeln. Am Einspeisepunkt kommen weiterhin lediglich 2,8 kW an.

Mit dieser Funktion lässt sich auch die Forderung von 0 kW Einspeisung umsetzen. Jedoch kann bei einer Regelung auf 0 kW aufgrund der unterschiedlichen Wechselrichter und Regelzeiten nicht garantiert werden, dass überhaupt keine Energie ins Netz fließt. Solare Datensysteme übernimmt hier keine Haftung.



2. Begrenzte Einspeiseleistung auf 70 % - Gültig nur für Deutschland

2. Begrenzte Einspeiseleistung auf X % - international

Bei der 70 % Regelung wird die Einspeisung der Wechselrichter fest auf 70 % der Modulleistung beschränkt. Der Solar-Log™ stellt dabei die Wechselrichter auf 70 % ein, um den Maximalertrag entsprechend zu begrenzen. Mit dieser Funktion sind Ertragsverluste von ca. 3-5 % zu erwarten. Für andere Anwendungsfälle kann die Obergrenze mit Verrechnung Eigenverbrauch mit PM+ Geräten konfiguriert werden.

  

Vereinfachtes Einspeisemanagement bei Anlagen bis 100 kWp

Schaltkontakte auswerten
Die Anforderungen des „vereinfachten Einspeisemanagements“ müssen bei Anlagen bis 100 kWp umgesetzt werden.

 

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Ferngesteuerte Wirkleistungsregelung
Die Signale zur Wirkleistungsreduzierung werden in der Regel über Rundsteuerempfänger übertragen. Diese Geräte können von der Leitstelle des Netzbetreibers aus angesteuert werden und signalisieren die Befehle über potentialfreie Kontakte. Die Produktvariante Solar-Log™ PM+ verfügt über eine zusätzliche Schnittstelle für diese potentialfreie Kontakte.

Damit Anlagenbetreiber stets über Schaltungen der Netzbetreiber informiert werden, kann der Solar-Log™ PM+ entsprechende E-Mails versenden.

 

Einspeisemanagement für Anlagen größer 100kWp

Anlagen die größer als 100kWp sind, müssen neben der oben genannten ferngesteuerten Wirkleistungsregelung auch die aktuelle IST-Leistung an den Netzbetreiber melden. Für diese bidirektionale Kommunikation werden meist Fernwirktechniken verwendet. 

Mit Solar-Log PM+ und netzbetreiber-spezifischen PM+Paketen bietet Solare-Datensysteme einfache, geprüfte und kostengünstige Lösungen die Anforderungen der EVUs zu realisieren.

  

Blindleistungsregelung
Neben der Regelung der Wirkleistung geben viele Netzbetreiber das Blindleistungsverhalten der Erzeugungsanlagen vor. 

Mit Solar-Log PM+ können Sie auch hier allen Anforderungen gerecht werden – ob fixer cos phi, spannungsgeführte Blindleistungskennlinie (Q(U)) oder Fernsteuerbefehle für die Blindleistung – Solare Datensysteme bietet die passende Lösung.

 

 

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In Kombination mit unserem Softwareprodukt Solar-Log™ WEB  generieren Sie Report über die Ansteuerung und die monetären Verluste mit wenigen Mausklicks.

 

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Für Anlagenbetreiber, die bereits über einen Solar-Log™ verfügen, bietet die Solare Datensysteme GmbH die Möglichkeit, Geräte im Werk mit der PM+ Schnittstelle nachrüsten zu lassen.

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